


Sind Music-Graphics (auch “Musikraphics”) nun Grafik-Design oder Kommunikations-Design?
Hat jemand da eine eindeutig Meinung? - Schaut man sich das neueste Werk “Musikraphics” vom Victionary Verlag, Hong Kong (isbn 978-988-98229-7-2) an, komme ich zu einem eindeutigen Schluss.
Es gibt ein damals. Und ein heute. Beide sind anders. In einer Zeit als Platten noch 12″ hatten und die Cover entsprechend groß, waren die Cover-Designs der Alben bald so berühmt, wie die Bands und ihre Musik selbst. Heute ist man froh, dass der iPod seit ein paar Jahren das cover im Format “kleiner Fingernagel” anzeigt.
Cover-Artwork war einst teils politisch, immer künstlerisch, provokant und Ausdruck der jeweiligen Epoche. In abgeschotteten Regimen waren sie Sinnbilder für Freiheit und Rebellion. So waren sie eher zeitgeistiges Grafik-Design? Aber sie mussten ja auch kommunizieren: “ey! ich bin schöner als die anderen! Kauf mich!” - also Kommunikations-Design? Alles nur Reklame?
Damals hatte man circa 30 cm x 30 cm und dann 12,5 cm x 12 cm Platz zum Gestalten. Heute macht man das anders. Wie?
Zeigt uns oben erwähntes Buch. Victionary bringt uns auf den neuesten Stand.
Anmerkung gefällig: Das Politische sucht man vergebens, schön zu Blättern aber allemal.
Melville-Mann König, aka Designkönig ist auch dabei (Seite 154, 155)